Brust- und Brustwarzen-Pflege

Stillen mag anfangs mitunter ein gewöhnungsbedürftiges Gefühl sein – schmerzhaft sollte es allerdings nicht sein. Die häufigste Ursache für Schmerzen ist eine falsche Anlege-Position. Um angenehmes und schmerzfreies Stillen zu ermöglichen, haben wir für Sie allgemeine Leitlinien für die Brust-und Brustwarzen-Pflege zusammengestellt.

Pflege von Brust und Brustwarzen während des Stillens

Die allgemeinen Hygiene-Empfehlungen sind recht unkompliziert: Während Sie duschen, lassen Sie einfach nur warmes Wasser über Ihre Brüste rinnen. Vermeiden Sie Duschgels und Schaumbäder auf Ihren Brustwarzen. Diese können die natürlichen Öle auf der Haut entfernen und so zu Rissen und Irritationen führen. Nach dem Duschen oder Stillen lassen Sie die Brustwarzen an der Luft trocknen.

Nach dem Stillen ist es gut, vorsichtig ein paar Tropfen Milch hinauszudrücken und sich die Brustwarzen damit einzureiben. Sie können auch einen Brustwarzen-Balsam verwenden, der die Haut pflegt und die Brustwarzen vor Schäden schützt. Stellen Sie sicher, dass ein solcher Balsam nicht vor der Fütterung weggewaschen werden muss – und bedenkenlos von Ihrem Baby geschluckt werden kann.

Vermeiden Sie nicht-atmungsaktive, synthetische Still-BHs und Still-Pads. Nutzen Sie stattdessen natürliche, luftdurchlässige Materialien. Wechseln Sie außerdem Ihre Still-Pads häufig, um feuchte Pads auf Ihren Brustwarzen zu vermeiden.


Was tun bei wunden Brustwarzen?

Sollten Schmerzen beim Stillen auftreten, zögern Sie nicht, Arzt, Hebamme und/oder Stillberaterin um Hilfe zu bitten. Sind Ihre Brustwarzen bereits wund, verwenden Sie Wund-Kompressen, die den Heilungsprozess beschleunigen. Bei starken Schmerzen bringt eine angenehm kühle (nicht: eiskalte!) Kompresse sofortige Erleichterung und Linderung. Sind die Schmerzen zu stark, können Sie die Milch auch hinausdrücken oder abpumpen, anstatt sie direkt Ihrem Baby zu füttern.

Manchmal können wunde Brustwarzen auch zu einer Soor-Infektion führen. Ist das der Fall, kennt Ihr Arzt die richtige Behandlung für Sie – und Ihr Kind, das möglicherweise ebenfalls an Soor im Mund leidet.

Sind Ihre Brustwarzen wund, bieten Sie Ihrem Baby zuerst jene Brust an, die weniger schmerzt. Sobald Sie Ihr Baby ein wenig gestillt haben, wird die Saugstärke weniger und somit auch weniger schmerzhaft für Sie. Dann können Sie es an der zweiten Brust anlegen.

Experimentieren Sie mit unterschiedlichen Still-Positionen, und stillen Sie in einer entspannten Umgebung: Das kann auch eventuelles Beißen oder Nagen an der Brustwarze verringern.