Mehr Muttermilch produzieren

Sind Sie besorgt darüber, ob Sie genug Milch für Ihr Baby produzieren? Dann sind Sie damit nicht alleine: Viele Mütter auf der ganzen Welt teilen diese Sorge. Wenn Ihr Baby stetig Gewicht zunimmt und eine ausreichende Anzahl von nassen Windeln produziert – und wenn sich Ihre Brüste nach jeder Fütterung weicher und leichter anfühlen – können Sie aber grundsätzlich sicher sein, dass Ihr Kleines satt und zufrieden ist. In anderen Fällen kontaktieren Sie bitte zur Sicherheit Arzt, Hebamme oder Stillberaterin.

Muttermilch: Angebot und Nachfrage

Die Milch-Produktion ist immer mit der Nachfrage verbunden: Je mehr Sie stillen, desto mehr produziert Ihre Brust. Unsere Tipps:

  • Stillen Sie immer, sobald Ihr Baby erste Hunger-Anzeichen (wie Unruhe oder Schmatzen) zeigt. Weinen ist übrigens das späteste Anzeichen. Lernen Sie daher, bereits die ersten Zeichen wahrzunehmen – und füttern Sie Ihr Baby, bevor es zu weinen beginnt.
  • Richten Sie sich bei den Fütterungszeiten nach der inneren Uhr Ihres Babys. An manchen Tagen sind Babys unruhiger und hungriger – und brauchen entsprechend mehr Fütterungseinheiten. Solche Tage, die häufig im ersten Lebensjahr Ihres Kindes auftreten können, hängen oft mit wichtigen Entwicklungsschritten zusammen.
  • Sollte Ihr Neugeborenes nicht an Gewicht zunehmen oder das Stillen schmerzhaft sein, könnte die Ursache dafür ein falsches Anlegen an die Brust sein. Richtiges Anlegen lässt Ihr Baby ausreichend trinken – und beugt Brust-Schmerzen vor.
  • Stimulieren Sie während der Fütterungspausen Ihre Milch-Produktion durch Abpumpen. Notwendig ist das, wenn Sie zu wenig Milch produzieren und Ihr Baby deshalb nicht genug Gewicht zunimmt.
  • Vermeiden Sie, Ihr Baby zusätzlich mit Baby-Nahrung zu füttern. Je mehr Sie selbst stillen, desto mehr Milch wird produziert.
  • Bieten Sie nicht zu früh Schnuller oder Fläschchen an. Wenn das Stillen noch nicht zur Normalität für Sie und Ihr Baby geworden ist, könnte das nämlich zu Saug-Verwirrung oder gar Ablehnung der Brust führen.
  • Eine sanfte Massage der Brüste vor und während des Stillens kann helfen, die Milchgänge zu öffnen und den freien Milchfluss zu fördern.

Stress reduzieren – Milch-Produktion erhöhen!

Eine weitere häufige Ursache für eine zu geringe Milch-Produktion ist Stress: Erlauben Sie sich darum, auch einmal zur Ruhe zu kommen und Verantwortung abzugeben – z.B. an Ihren Partner oder andere zuverlässige Vertrauenspersonen wie die Großeltern. Beschränken Sie sonstige Verpflichtungen auf ein Minimum, sodass Sie die ersten Tage nach der Geburt stresslos mit Ihrem Baby verbringen können. Schaffen Sie eine ruhige und entspannte Umgebung zum Stillen. Auch der Austausch mit anderen „neugeborenen“ stillenden Müttern kann helfen, Stress und Zweifel abzubauen.