Fütterung Ihres Neugeborenen

Sobald Ihr Baby zu Hause angekommen ist, können Fragen zur richtigen Ernährung Ihres Neugeborenen auftreten. Das Füttern des Säuglings nimmt zu Beginn einen großen Teil Ihres Tages in Anspruch. Wir haben hier einige wichtige Richtlinien zusammengestellt, die Ihnen helfen sollen, die ersten Tage mit Ihrem Baby zu Hause möglichst stressfrei zu gestalten.

Was soll gefüttert werden?

Stillen wird von Experten auf der ganzen Welt als äußerst vorteilhaft für Mutter und Baby empfunden. Nicht nur, weil Ihr Baby alle notwendigen Nährstoffe erhält, die vor Infektionen schützen, sondern weil Stillen auch dabei hilft, mit Ihrem Neugeborenen eine enge Bindung aufzubauen. Egal, ob Sie stillen oder Babynahrung füttern: Ihr Neugeborenes braucht weder Wasser, Saft noch andere zusätzliche Flüssigkeiten wie z.B. Kuhmilch. Ihr Körper passt sich an die Bedürfnisse Ihres Babys an: An heißen Sommertagen ist Ihre Milch wässriger, um den Durst Ihres Babys zu löschen.


Wie oft soll Ihr Baby gefüttert werden?

Anstatt sich an feste Zeitpläne zu halten, füttern Sie Ihr Baby lieber immer dann, wenn es Anzeichen von Hunger (z.B. Lutsch-Verhalten oder Unruhe) zeigt. Weinen ist eines der späteren Hunger-Anzeichen. Die Richtlinie „American Academy of Pediatrics” empfiehlt, dass Sie Ihr Neugeborenes acht bis zwölf Mal am Tag füttern – also ca. alle zwei bis drei Stunden. Wenn Babys wachsen und ihre Mägen größer werden, verlängern sich die Fütterungspausen. Auch Wachstumsschübe können die Fütterungsmuster beeinflussen (Quelle).


Wie viel soll gefüttert werden?

Ein gesundes Neugeborenes, das gut trinkt, gewinnt rund 170 g Körpergewicht pro Woche und hat mindestens sechs nasse Windeln pro Tag. Damit Ihr Baby effizient trinkt und genügend Milch erhält, ist das richtige Anlegen an die Brust entscheidend. Bei Unsicherheiten fragen Sie Ihre Stillberaterin. Sobald Ihr Baby aufhört zu saugen oder sich von Flasche bzw. Brustwarze abwendet, ist das meist das Zeichen dafür, dass es satt ist. Warten Sie noch ein bis zwei Minuten ab und versuchen Sie es dann erneut. Zeigt Ihr Kleines noch immer kein Interesse, ist es wahrscheinlich wirklich satt. Nun sollten Sie Ihrem Baby helfen, aufzustoßen – z.B. indem Sie es aufrecht an Ihre Brust und Schulter legen und ihm ganz sanft auf den Rücken klopfen. Ihre Brüste sollten sich nach der Fütterung leichter und weicher anfühlen.

Erwarten Sie nicht, dass Ihr Baby jeden Tag die gleiche Menge trinkt. Die Kleinen gehen durch unterschiedliche Wachstumsschübe. Versuchen Sie also, sich nicht allzu viel Stress zu machen, ob Ihr Baby zu viel oder zu wenig trinkt, sondern vertrauen Sie Ihrem Mutter-Instinkt: Ein gesundes Baby, das stetig Gewicht zunimmt und einen normalen Stuhlgang und eine ausreichende Anzahl an nassen Windeln hat, ist ein gut ernährtes Baby.


Braucht ein gestilltes Neugeborenes Zusatzstoffe?

Ja: Wenn Sie Ihr Baby stillen, braucht es in den ersten drei Monaten zusätzlich Vitamin K. Normalerweise liefert uns die Darmflora Vitamin K. Dies geschieht bei Babys jedoch noch nicht automatisch, da die Darmflora noch nicht ausgereift ist. Fragen Sie Hebamme oder Arzt nach der richtigen Menge an Nahrungsergänzungsmitteln.