Zähneputzen beim Baby

Milchzähne erscheinen häufig als nicht so wichtig, da sie ja um das Alter von 6 Jahren ersetzt werden. Dabei aber fungieren die ersten Zähnchen als wichtige Platzhalter für die bleibenden Zähne. Bereits die Pflege des Zahnfleischs noch vor dem Durchbruch des ersten Zahns kann die Entwicklung von Zahnfleisch-Entzündungen (Gingivitis) hemmen. Spätestens ab dem ersten Milchzahn aber ist es auf jeden Fall Zeit für tägliches Zähneputzen bei Ihrem Baby.

Mundpflege bei Babys: Je früher, desto besser!

Die Mundpflege Ihres Babys beginnt mit der Reinigung des Zahnfleischs. Nutzen Sie dafür ein weiches, feuchtes Tuch – oder spezielle, im Handel erhältliche „Fingerlinge“ für Babys. Massieren Sie damit ganz sanft den Gaumen Ihres Babys nach jeder Fütterung und vor dem Schlafengehen.

Sobald das Zahnen beginnt und die ersten Milchzähne erscheinen, greifen Sie zu einer speziellen Baby-Zahnbürste – mit weichen Borsten, kleinem Borstenkopf und einem großen, rutschfesten Griff. Beginnen Sie die Reinigung mit einer feuchten Zahnbürste, noch ohne Zahnpasta. Wechseln Sie langsam auf eine qualitative Kinder-Zahnpasta, sobald der erste Zahn vollständig entwickelt ist. Sie sollte für das Alter Ihres Kindes geeignet sein und zwecks Karies-Prävention Fluorid enthalten. Entscheiden Sie sich für eine Zahnpasta, die nicht fruchtig schmeckt, sodass Ihr Kind nicht auf die Idee kommt, diese zu schlucken. Geben Sie davon höchstens eine erbsengroße Menge auf die Borsten.

Putzen Sie ganz sanft mit kreisenden Bewegungen, sodass Sie alle Zähne von allen Seiten erreichen. Achten Sie besonders auf den Bereich, wo die Zähne auf das Zahnfleisch treffen. Gewöhnen Sie Ihr Kind von Anfang an daran, zweimal täglich die Zähne zu putzen.

Helfen Sie Ihrem Kind solange mit dem Zähneputzen, bis es in der Lage ist, alleine zu spucken und zu spülen. Das ist meist zwischen 6 und 7 Jahren der Fall. Ersetzen Sie die Zahnbürste alle zwei Monate – oder sobald Sie bemerken, dass sich die Borsten ausbreiten.


Tipps rund um den Zahnarzt-Besuch Ihres Kindes

  • Nehmen Sie Ihr Kind anfangs zu Ihren eigenen Zahnarzt-Besuchen mit, damit es sich an die Atmosphäre, Gerüche und Töne der zahnmedizinischen Praxis gewöhnen kann.
  • Wenn Sie beim Zahnarzt ängstlich sind, planen Sie lieber einen separaten Termin für Ihr Kind.
  • Stellen Sie sicher, dass der Zahnarzt vertraut mit Kindern ist.
  • Besprechen Sie den ersten Kontroll-Termin für Ihr Kind im Vorfeld mit dem behandelnden Arzt.
  • Ihr Kind sollte nicht erst dann zum Zahnarzt gehen, wenn ein Problem aufgetreten ist. Regelmäßige Kontrollen, wo immer alles in Ordnung ist, nehmen Ihrem Kind anfängliche Unsicherheiten. Wenn dann einmal wirklich eine Behandlung ansteht, wird es weniger ängstlich reagieren.
  • Überprüfen Sie die Milchzähne laufend auf Karies-Anzeichen. Vereinbaren Sie bei dunklen Flecken oder Gruben auf den Zähnen umgehend einen Zahnarzt-Termin.

Schützen Sie die Zähne Ihres Kindes!

  • Reduzieren Sie, so gut es geht, Zucker in der Ernährung Ihres Kindes.
  • Vermeiden Sie Limonaden, Säfte, aromatisierte Milch und andere zuckerhaltige Getränke. Lassen Sie Ihr Kind stattdessen Muttermilch/-ersatz sowie stilles oder Leitungswasser trinken.
  • Motivieren Sie Ihr Kind, so schnell als möglich aus einem normalen Becher zu trinken und auf einen eventuellen Schnuller zu verzichten.
  • Geben Sie niemals Honig oder Zucker auf den Schnuller Ihres Babys.
  • Bieten Sie Ihrem Kind ab dem Beikost-Alter gesunde, altersgerechte Snacks wie Käse oder Gemüse an.
  • Achten Sie bei Baby-Nahrung, Kinder-Müsli usw. auf den Gehalt von Zucker und anderen Süßungsmitteln.
  • Bestehen Sie auf regelmäßiger Zahnpflege: Zähneputzen zweimal täglich!
  • Halten Sie die Zahnbürste Ihres Kindes rein, tauschen Sie diese mindestens alle 2 Monate aus und verwenden Sie qualitative Kinder-Zahnpasta.