Zahnungsprobleme

Wenn die Zähne zu wachsen beginnen und durch das Zahnfleisch brechen, ist das oft mit unangenehmen Begleit-Erscheinungen verbunden. Nachfolgend haben wir für Sie die häufigsten Zahnungssymptome aufgelistet. Welche Beschwerden und Probleme können auftreten – und wie können Sie Ihrem Kind dabei helfen? Das ExpertInnen-Team von Multi-Mam fasst die Antworten auf diese Fragen für Sie zusammen.

Übermäßiges Sabbern / verstärkte Speichelproduktion

Zahnen verursacht oft ein übermäßiges Sabbern, was zu Reizungen an Kinn oder Wangen führen kann. Wischen Sie Ihr Baby deshalb mehrmals täglich mit einem weichen, sauberen Tuch ab: vor allem Mund, Kinn, Wangen und Hals. Pflegen Sie die Haut Ihres Kindes zusätzlich mit einer Baby-Schutzcreme. Sie stillen noch? Dann könnten Sie dafür auch ein paar Tropfen natürlich heilender Muttermilch oder Ihren Brustwarzen-Balsam benutzen.


Kauen und Beißen

Um den Druck auf ihrem Zahnfleisch zu entkräften, beißen und kauen manche zahnende Babys auf allem herum, das in Reichweite ist. (Leider auch auf Ihrer Brustwarze, falls Sie noch stillen.) Hier sind überholte Tipps aus alten Zeiten fehl am Platz, wie z.B. eine rohe, gekühlte Karotte zu geben. Von dieser können sich nämlich kleine Stückchen lösen, die eine Erstickungsgefahr für noch junge Babys darstellen. Bieten Sie Ihrem Kind daher sichere Beiß-Spielzeuge an. Diese können Sie vor Gebrauch zusätzlich kurz in den Kühlschrank legen, da kühle Temperaturen zusätzlich Druck und Schmerzen lindern. Auch das Bestreichen des Beißrings mit einem speziellen Zahngel verstärkt die Wirkung.


Ziehen an den Ohren und Reiben an den Wangen

Wenn Ihr Baby an seinen Ohren reibt und zieht oder verstärkt seine Wangen reibt, ist das meist ein Zeichen für Zahnungsschmerzen. Aber Achtung: Ziehen und Zupfen an den Ohren kann auch das Anzeichen für eine Ohren-Entzündung sein. Eine ärztliche Diagnose und Behandlung ist unerlässlich.


Rote Wangen

Ein gerötetes Gesicht oder eine rote Wange ist ein häufiges Zahnungssymptom. Die Wange wird auf jener Seite rot, auf der der Zahn zu wachsen beginnt. Sind beide Wangen rot, kann das auf Fieber hindeuten. Überprüfen Sie die Temperatur Ihres Kindes. Bei über 38,9° C sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.


Appetitverlust

Durch das Zahnen kann es für Ihr Kind sehr unangenehm sein, feste Nahrung zu kauen. Bieten Sie daher weiche, kühle Speisen an, z.B. Apfelmus, Smoothies, pürierte Früchte, Bananen oder Frucht-Joghurts.


Unruhiges Verhalten

Manche Babys schlafen während des Zahnungsprozesses schlecht, wachen oft auf und sind auch untertags weinerlich. Legen Sie noch mehr Kuschel-Einheiten ein als sonst und vermitteln Sie Ihrem Kleinen besonders viel Liebe, Nähe und Trost.


Zahnfleischbluten

Auch wenn es beängstigend aussieht, ist es meist kein Grund zur Sorge: Wenn der Zahn durchbricht, führt das mitunter dazu, dass eine kleine, mit Blut gefüllte Blase aufplatzt. Meist verschwindet das Blut rasch wieder. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, wenn Sie sich Sorgen machen oder wenn Ihr Kind sehr lange bzw. sehr häufig an Zahnfleischbluten leidet.